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Faszination Fernost, im April 2017

Wir werden in eine Familie hinein geboren, eine Nachbarschaft, eine Stadt, ein Land, eine Gesellschaft, eine Kultur. Das ist die Welt, die wir kennen. Bis wir beginnen zu reisen.

In den Jahren zwischen 1994 und 2007 habe ich Asien für mich entdeckt. Die Ziele hießen Bali, Shanghai, Hongkong, Indien; Seoul kannte ich von den Olympischen Spielen 1988, Sri Lanka und die Malediven von früheren Trips. Oft konnte ich meinen damaligen Beruf als Journalist und Kommunikationsberater mit der Passion Reisen verbinden. Motto: Man sollte sich die Welt anschauen, bevor man sie verlässt.

Seit meinem ersten Besuch 1994 auf Koh Samui, Koh Phangan, Koh Tao zog es mich immer wieder nach Thailand. Meist zur Erholung an die Strände von Khao Lak oder Koh Phi Phi; selten nur nach Bangkok.

Auf den Gedanken, dorthin auszuwandern, kam ich erst anlässlich der Silvesterfeier 2007 bei meinem Freund Hartwig. Vom 20. Stock des JC Tower schaute ich auf die Skyline der thailändischen Hauptstadt und dachte: Hier könntest du leben.

Ende September 2008 war ich da.

Mit meinen Urlaubserfahrungen im Gepäck glaubte ich, einiges über meine neue Heimat zu wissen. Über das Land, die Stadt. Nach nur wenigen Tagen wusste ich, dass ich nichts weiß. Auch eine Art, unbefangen zu bleiben. Inzwischen habe ich einige Kubikzentimeter Unwissenheit abgetragen, neue Rätsel sind hinzugekommen: In Thailand, in Asien ist nichts, wie es scheint.

Seit 2012 lebe ich nun in Chiang Mai, im Nordwesten Thailands – eine große Kleinstadt, eingebettet in Berge und Natur. Mehr denn je reise ich mit großer Lust herum, doch der Begriff Fernweh passt nicht mehr – Myanmar, Laos, Vietnam, Kambodscha, Malaysia, auch Singapur, Indonesien oder Hongkong sind maximal wenige Flugstunden entfernt.

Daheim und unterwegs, das ist für mich jetzt eins

Die Region, von der wir sprechen, ist nicht das Paradies. Auch wenn sie sich manchmal so anfühlt und oft genau so aussieht. Myanmar bricht auf; Kambodscha versucht, die Fesseln einer furchtbaren Vergangenheit abzuschütteln. Und Thailand? Seit 2006 kommt das Königreich am Golf nicht zur Ruhe, seit 2014 regiert das Militär.

Bisher kamen die Touristen, gerade noch abgeschreckt von Coups oder Clashes, immer wieder zurück: Teflon-Thailand sagen die Reiseveranstalter – das Land, an dem alles abperlt.

Wie attraktiv muss ein Reiseziel sein, wenn Fremde sich nie oder nur kurz von martialischen Schlagzeilen abschrecken lassen?

Ich lebe hier. Und will nicht wieder weg. Südostasien ist mir unter die Haut gekrochen, mit seiner Wärme, seinen Überraschungen, seinem Chaos. Das Geordnete, Regulierte fehlt mir höchst selten. Es sind die Unterschiede und die Brüche, die ein Leben spannend machen und intensiv.

„Mehr spüren: Das ist der Sinn des Lebens“, hat die Sängerin Annette Humpe einmal gesagt, „es gibt Leute, die können neben einem Fluss stehen und den anschauen und dabei unheimlich viel erfahren. Bei mir geht das nicht. Ich muss rein springen, ich muss da durch.“

Da bin ich dabei. Eine Einstellung, so subjektiv wie dieser Blog.

Faszination Fernost: Ich will Ihnen Geschichten erzählen über eine aufregende Region. Über ihre Menschen, Kulturen, Mythen, ihren Alltag, ihre Geschichte. Über die Städte, Dörfer, Inseln Asiens. Verbunden mit ganz konkreten Tips für alle, die hier unterwegs sind.

Ich lerne täglich dazu und ich kann immer noch staunen wie ein Kind.

Ich weiß: In Zeiten von Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest ist Zeit der einzige Faktor, der in einer Welt des Überflusses knapp wird. Nun denn: Ich will Deine Zeit, will Dich verführen und entführen in eine andere Welt. Denn Fernost ist genau das: Eine andere Welt!