Und wieder hat Zach seine Hand im Spiel

Ipohs Häuserwände verblassten mit dem Niedergang der Zinnminen – heute dienen sie als Leinwand. Street Art nennt sich das, Graffiti auf höherem Niveau. Ein originäres Reiseziel war die malaysische Provinzhauptstadt Ipoh nie. Dennoch sind wir mit dem Zug von Kuala Lumpur dorthin gefahren. Ernest Zacharevic hatte wieder mal seine begabten Hände im Spiel.

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Persönlich bin ich „Zach“ noch nie begegnet, doch in seinen Spuren wandelte ich schon öfter. Ipoh hat einen festen Platz erobert im ungeschriebenen Katalog der Open Air Galerie Asien. Dank Zach, dem Mann aus Litauen, der in Penang residiert. Auch so schreibt sich Globalisierung.

Old Town White Coffee heißt das bekannteste Produkt Ipohs. Ein kräftiges Gesöff, seinem Namen zum Trotz so dunkelbraun bis schwarz wie jeder andere Kaffee auch. Kaffeeproduzent und Straßenkünstler gingen eine anregende Verbindung ein, sie wurde #TheArtofOLDTOWN getauft. Zach tauchte einen Monat lang ein in die reiche Kultur und Architektur Ipohs und schuf in dieser Zeit sieben Wandgemälde.

Für interessierte Besucher wurde eine Straßenkarte entworfen, erhältlich in der Old Town White Coffee Padang-Niederlassung (1 Jalan Tun Sambanthan – Jalan bedeutet Straße). Der lockere Spaziergang rund um Market Street, Jalan Bimeh Timah, Concubine Lane 3, Jalan Tun Sambanthan und Jalan Padang dauert gerade mal 30 Minuten.

By the way, hier passt der Ausdruck: Concubine Lane, was für ein Name für eine Straße! Die Erklärung: Hier pflegten Ipohs Zinnbarone ihre Mätressen unterzubringen.

Titel des Werkes: Street Art ist Müll

Fotos: timeout.com (5), B. Linnhoff (3); Karte: Malaysiamap

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