Autor: Bernd Linnhoff

Luang Prabang in 25 Bildern

Gepflegtes Erbe, gemächliche Gangart Wir werden hier nicht in die Molltöne derer einstimmen, die da singen: Luang Prabang ist auch nicht mehr das, was es mal war. Natürlich nicht. Touristen bringen Erwartungen mit und Geld. So verändern sie das Leben der Einheimischen und das Leben eines Ortes. In anderen Worten: Luang Prabang, dieses Kleinod am Zusammenfluss von Mekong und Nam Khan, ist nicht tot, sondern sehr lebendig. Weltkulturerbe, modern interpretiert. Denn die Infrastruktur – Hotels, Restaurants, Transport – ist top. Die alte Königsstadt und einstige Hauptstadt von Laos pflegt ihr Erbe – das historische, das buddhistische, das französisch-koloniale –...

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S 21: Das brutale Erbe der Roten Khmer

Schaukasten des Grauens in Phnom Penh Es ist ein sonniger Tag in Phnom Penh. Vor mir steht Dalawan, Kambodschanerin aus gutem Haus, etwa 45 Jahre alt, mehrsprachig. Sie trägt ein blaues Kleid, das ihr fast bis zu den Sohlen reicht. „Sei mir nicht böse“, sagt sie, „wenn ich hier abbreche. In einer Viertelstunde kommen neue Besucher, und manchmal wird es mir einfach zu viel.“ Dann fällt sie mir in die Arme und weint. Wir kennen uns seit einer Stunde. Dalawan führt Einheimische und Touristen durch eine Schule, deren Klassenräume zu Zellen wurden: Tuol Sleng oder S 21, wie das...

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Suk Soi 38 Bangkok: Essen hat fertig

Und wieder geht ein Stück Bangkok (Update) Das alte, das unverwechselbare Bangkok stirbt. À la Salami, in kleinen Scheiben. Seit Januar 2016 gibt es sie nicht mehr, die familiengeführten Garküchen in der Sukhumvit Soi 38. Quelle aller Düfte, die die Thai-Küche zu bieten hat. Optisch eine Mischung aus mobilen Karren und Ladenfronten, von den Besuchern dennoch eher mit der Nase wahrgenommen als mit den Augen. Wir beklagen das Ende einer Ära – ein großer Satz für eine kleine Straße. Saang ahaan noi… – ich würde gerne bestellen: Bis tief in die Nacht hinein trafen sich hier Einheimische, Touristen und zu...

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Bodo und die Elefanten: Der Ritterschlag

Thai-Auszeichnung für Elephant Special Tours „Kein anderer Mensch aus dem Westen hat die Verbindung zwischen Elefant und thailändischer Kultur und die Bedürfnisse der Elefanten besser verstanden als Mr. Bodo Jens Förster von Elephant Special Tours.“ Bodo Jens Förster kam 1992 in den Norden Thailands, sein Kampf ist ein einsamer, das liegt in der Natur der Mission: Er will den asiatischen Elefanten retten. Der Mann gilt als einer der besten Elefantentrainer der Welt, was seinen Worten eine gewisse Durchschlagskraft verleiht. Daher streift es das Absurde, dass seine größten und fanatischsten Gegner im Lager der Tierschützer zu finden sind. Sie kritisieren, Förster führe den Kampf...

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Vernissagen – in Vientiane und Lüdenscheid

Als Amateur unterwegs im Kunstbetrieb Am Anfang war das Wort, nicht das Bild. Wohl deshalb wird selten so viel Stuss geschwätzt wie auf einer Vernissage. Ich war auf dem Weg zu einer Ausstellungseröffnung in Vientiane. Die i:cat Gallery  in der Rue Setthathirat ist das, was man ein kreatives Drehkreuz nennt. Seit 2009 Anlaufstelle und Kommunikationszentrum für Künstler und Kunstliebhaber, für Laoten und Ausländer, Hauptstadt-Bewohner und Durchreisende. Bilder einer Ausstellung: Hoffnungsvolle laotische Kunstler zeigten ihre Werke – Talente gibt es in jedem Land, doch sie brauchen Plattformen, überall. Der Australierin Catherine O’Brien gebührt das Verdienst, in Laos` Hauptstadt Künstler und Kunden unter einem Dach zu vereinen. Getragen von einer großen Portion...

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Der Autor

Nach dem Abschied von meinem Beruf als Sportjournalist und Kommunikationsberater zog ich 2008 von Deutschland nach Thailand. Vier Jahre wohnte ich im elektrisierenden Bangkok, nun lebe ich in Chiang Mai. Thailand ist das ideale Drehkreuz für Reisen in Südostasien, und so bin ich häufig unterwegs, vor allem in Myanmar, Laos, Vietnam, Kambodscha oder Malaysia – wenn ich nicht gerade das Leben in meiner zweiten Heimat genieße.

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