Die Sukhumvit Road im Wandel der Zeit

Keine Ahnung, ob es im Thailändischen das Wort Stadtplanung gibt. Bangkok jedenfalls lässt den Schluss zu: Eher nicht. Angetrieben von Fortschrittsglauben, viel Geld, noch mehr Profit und einer ungeheuren Energie, zudem von keinem übergeordneten Plan gebremst, mutierte die Stadt der Engel in den letzten dreißig Jahren zu einer wild wuchernden Komposition aus Stahl, Beton und Glas. Immerhin haben die Engel, so berichten Augenzeugen, den Wandel ohne sichtbare Blessuren überlebt.

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Khlong in Bangkok: Nur noch ein bisschen „Venedig des Ostens“

Einst galt Thailands Hauptstadt als Venedig des Ostens – Bangkoks Leben spielte am und auf dem Wasser. Der Chao Praya, der „Fluss der Könige“, windet sich noch immer durch die Stadt, doch deren kommerzielles Herz schlägt längst rechts und links der Sukhumvit Road; Einkaufszentren, Hotels, Banken, Apartmenttürme, Restaurants, verbunden durch verstopfte Fahrbahnen und den Überflieger Skytrain.

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Die Sukhumvit gibt es schon seit 1950, doch lange Jahre war nicht zu erkennen, dass sie einmal die Hauptschlagader Bangkoks werden sollte. Und wo heute auf der nachbarlichen Soi Nana das Leben explodiert, war einst tote Hose, wie das Titelfoto zeigt. „What`s on Sukhumvit?“ heißt die Website, die sich ausschließlich dem Geschehen auf dieser Straße widmet, und aktuell zeigt sie die Sukhumvit Road einst+jetzt.

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Die Moderne: Kaufhaus Terminal 21 an der Asoke-Kreuzung