Auf den Spuren von Orangs und Nasenaffen

Orang-Utans und Nasenaffen wollte ich sehen, am liebsten die noch wild Lebenden. Einem frei laufenden Orang begegnete ich im Rehabilitationszentrum in Sepilok, und der war mir wild genug. Kletterte plötzlich aus dem Unterholz auf die Balustrade vor mir, einen Meter entfernt. „Give way“, riefen die Ranger, „mach Platz!“ Natürlich – aber vorher drückte ich auf den Auslöser.

Orang-Utan Sanctuary Sepilok Sabah Malaysia

Mama mit Nachwuchs im Baumwipfel (Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Es gibt ihn nur auf Borneo, den Proboscis. Er bevorzugt die lateinische Bezeichnung, weil ihn das simple „Nasenaffe“ deprimiert.

Proboscis Monakey in Sabah Malaysia

Wenn der Nasenaffe angibt (Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Die Affen rasen durch den Wald, das ist noch immer so auf Borneo. Auch wenn der Wald immer knapper wird. Weil wir so viel Nutella essen. Gut, das ist jetzt überspitzt. Aber auch in Nutella ist Palmöl enthalten, so wie in Duschgels, Fertiggerichten, Kosmetika, Reinigungs- und Pharmaprodukten. Daher muss der Ur-Wald mehr und mehr den profitablen Palmöl-Plantagen weichen.

Das gilt für die Provinzen Sabah (wo ich die Fotos gemacht habe) und Sarawak in Malaysia, das gilt für Indonesien – die beiden Länder teilen sich mit dem kleinen Sultanat Brunei die nach Grönland und Neuguinea drittgrößte Insel der Welt. Eben Borneo, das in Indonesien Kalimantan heißt.

In Sabah erlebten wir das traditionelle Erntedankfest, tauchten ein in die riesige Gomantang-Höhle und erholten uns ein paar Tage lang auf Gaya Island, gelegen vor Provinzhauptstadt KK, wie Kota Kinabalu genannt wird. Eine Stadt, die uns gefallen hat.

Abschied von Borneo

Kinabatangan River Sabah Malaysia

Kinabatangan River, Sabah, Malaysia (Foto: Faszination Fernost)

Beiträge zu Borneo im Blog:

Erntedank und Jazz in Kota Kinabalu
Wenn der Nasenaffe angibt
Rund ums Ei – Schwalben und Schildkröten
Wo die Affen wild gemacht werden
Mein Paradies: Gaya Island – Dschungel mit Bart
Hotel-Tipp für KK: The Jesselton