Die „Rose des Nordens“ boomt

Deutlich mehr als sieben Millionen Touristen besuchten Chiang Mai 2014. Der Immobilienmarkt boomt, die „Rose des Nordens“ wird von Jahr zu Jahr populärer. Etwa dreieinhalb Millionen Besucher fielen aus China ein, auch dieser Trend hält an. Viele, vor allem jüngere Besucher aus dem Reich der Mitte mieten sich motorisierte Zweiräder; es ist nicht bekannt, ob alle Vermieter nach einer gültigen Fahrerlaubnis fragen. Inzwischen haben sich die Thailänder auf den Straßen darauf eingestellt, dass einige Chinesen partout den Rechtsverkehr einführen wollen; später erkennst du vor allem an Bandagen und Verbänden.

Chiang Mai hat sich auch in den ersten Tagen des neuen Jahres, in der laufenden Hochsaison seine entspannte Atmosphäre bewahrt. Die zweitgrößte Stadt Thailands bleibt ein Gegenentwurf zum vibrierenden, lärmenden Bangkok, und das auch deshalb, weil nur wenige Hochhäuser den Blick auf die Berge oder gen Himmel verstellen. Die Tische an den Straßen und auf den Märkten sind mit Delikatessen reich gedeckt; nur wenige Minuten vom historischen Zentrum entfernt streichelt die Natur die Seele.

Ein Jahreswechsel ohne Tempelbesuch ist für Buddhisten keine Option. Nur zu den hohen buddhistischen Feiertagen und zum thailändischen Neujahr im April begrüßen die mehr als 300 spirituellen Stätten in und um Chiang Mai mehr Gäste.