Schlagzeilen:

Olymische Spiele in Tokio auf 2021 verlegt (Titelbild: Bangkok Post)

Coronavirus in Thailand: 106 neue Fälle, drei Tote mehr – Gesamt: 827

Ab 26. März: Notstandsverordnung in Thailand – was erlaubt sein wird und was nicht, werden wir sehen.

Der Tag in Chiang Mai und anderswo

Chiang Mai heute (Foto B. Linnhoff)

Seit sechs Tagen bin ich mit meiner Frau in freiwilliger Isolation, der Alltag verläuft eher unspektakulär. Bisher konzentrierte ich mich bei meinen Tagebucheinträgen auf die drängendsten Themen rund um das Corona-Virus. Das fiel mir von Tag zu Tag schwerer, zumal meine Stimmung dabei manchmal in den Keller rutschte. Zudem ähnelten meine Zeilen zuletzt einem Pressespiegel, oft waren sie schon beim Schreiben überholt.  

Ab sofort werde ich bevorzugt andere Themen beackern und situativ entscheiden, wann ich mich intensiver Corona widmen muss. Es  gibt jedoch noch eine Welt jenseits des Virus. Eine, die uns Freude macht, vom sorgenvollen Alltag ablenkt, in Erinnerungen schwelgen lässt oder auf eine bessere Zukunft hoffen lässt, die ganz einfach Normalität heißt.

Die 50 besten Restaurants Asiens, die Sie nicht besuchen können

„Odette“ heißt das Restaurant in Singapur, das kürzlich erneut zu Asiens Nr. 1 gekürt wurde. Nun ist es geschlossen, wie die meisten Restaurants in Asien. Odette-Chefkoch Julien Royer nimmt dies zum Anlass, eine Botschaft der Hoffnung und des Zusammenhalts zu senden. Verbunden mit der Rangliste der 50 besten Restaurants des Kontinents.

Uderzo ist tot

Wieder ein Stück Kindheit gestorben. Beim Teutates: Uderzo ist der Himmel auf den Kopf gefallen. Der geniale – und farbenblinde – Asterix-Zeichner starb mit 92. Als der erste Asterix-Band erschien, war ich 19. Kein Kind mehr und doch – immer wieder Kind, in Gallien unterwegs und doch ganz bei mir. Danke, Uderzo, ruhe in Frieden. Du hast vielen Menschen Freude bereitet, wie auch dieser liebens- und lebenswerte Nachruf meines Kollegen Alex Steudel auf Facebook zeigt: ASTERIX und OBELIX

Empfehlung eines Freundes

Studien in China haben ergeben, das soziale Isolation zu vermehrter häuslicher Gewalt führt. Das ist nur ein Aspekt im neuen Buch von Pater Anselm Grün:

„Quarantäne! Und plötzlich ist alles anders. Auf einmal lebt man wochenlang an einem Ort, mit den immer gleichen Menschen. Niemand hat das vorher ausprobiert – oder etwa doch? Die Mönche haben seit 1500 Jahren Erfahrungen mit exakt dieser Situation und wissen, wie das Zusammenleben auf engstem Raum klappt. Pater Anselm Grün OSB erklärt, was wirklich hilft – die geeignete Gebrauchsanweisung für alle, egal ob Single, Familie oder WG. Anselm Grün zeigt, wie man Streit vermeidet und die Zeit nutzt, wie man sich Freiräume schafft und gemeinsame Ziele und Rituale entdeckt. Das wichtigste Buch für diese Quarantäne-Tage, aber auch für andere Krisensituationen. Konkret, alltagsnah und motivierend. »Mit diesem Buch möchte ich die Erfahrungen, die wir Mönche seit mehr als 1500 Jahren gemacht haben und die heute wirklich konkret helfen können, teilen.«

Hoffnung

Im Moment ist uns Normalität nicht vergönnt. Aber natürlich können wir uns ohne große Mühe vorstellen, was wir irgendwann nach Corona wieder erleben möchten. Ich würde gerne wieder ganz normal mit ein paar Freunden zusammensitzen. Wo? Am liebsten auf Koh Phayam – da war ich vor ein paar Wochen noch, gefühlt ist das lange her.

Foto: Klaus Hoeltzenbein