Naturschauspiel im Steinbruch

Grand Canyon Chiang Mai

Jawohl, den Grand Canyon gibt es auch in Chiang Mai. Grand Canyon spricht sich halt leichter und macht mehr Eindruck als „Thuang Thong Canyon“. So nämlich lautet der ursprüngliche Name dieser ehemaligen Bodenmine, die auch als „Quarry“ bekannt ist, als Steinbruch. Ein Steinbruch der spektakulären Art, zugegeben.

Grand Canyon Chiang Mai

Foto: Faszination Fernost/Oliver Wurm

Bis heute hat es das Naturschauspiel im Norden Thailands nicht in alle Reiseführer geschafft. Und noch immer gibt es viele Einheimische, die den Weg dorthin nicht kennen, obwohl der Canyon nur ca. 20 km vom Zentrum Chiang Mais entfernt liegt. Das heißt nicht, dass es am und im Grand Canyon menschenleer ist – er lockt mehr und mehr Besucher an, vor allem am Wochenende.

Reiz und Risiko verdankt der Canyon nach alter Thai-Sitte auch dem Verzicht auf unbequeme Sicherheitsvorschriften. Jeder kann im blaugrünen Wasser schwimmen, auf den felsigen Kämmen seine Höhenangst testen oder gleich von einem 14 Meter hohen Felsen springen. Das ist aufregend, zuweilen gefährlich und endet nicht immer glimpflich. Aber noch ist es erlaubt.

Grand Canyon Chiang Mai

Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff

Die Mehrzahl derer, die den Canyon beleben, begnügt sich mit leicht erhöhter Pulsfrequenz und ein paar Fotos. Oder Selfies natürlich.

Grand Canyon Chiang Mai

Und so kommt man hin

Aam besten mit dem geliehenen Motorrad oder Moped: Der Grand Canyon liegt im Süden Chiang Mais Richtung Hang Dong. Von der City kommend, biegt man links auf den Highway 121 ein, auch Canal Road genannt. Wenn man den Hang Dong Golf Club auf der linken Seite passiert, sind es noch ungefähr 300 m bis zum Schild auf der rechten Seite: “Canyon View Restaurant”. Diesem Schild folgt man und biegt nach ein paar hundert Metern links ab; geradeaus geht es weiter zum Restaurant.

Mit dem Tuk-Tuk oder dem Songthaeo (Sammeltaxi) ist der Trip von Chiang Mai aus nur bedingt zu empfehlen, weil zu weit.

Grand Canyon Chiang Mai

Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff

Fotos: B. Linnhoff, Oliver Wurm (1), Naami by Nature (1), Postcards from Amy (1)