Farbenfrohes Spektakel

Es war ein kurzer, aber sehr intensiver Trip nach Sabah. Zusammen mit Sarawak bildet Sabah (beides Bundesstaaten) den malaysischen Teil von Borneo. Am 10. Juni flogen wir von Bangkok über Kuala Lumpur (KL) nach Kota Kinabalu (KK), wo wir zweimal im Hotel Jesselton übernachteten.

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Der Flughafen von Kota Kinabalu

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Mount Kinabalu in der Ferne (Fotos: Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Sabahs Hauptstadt Kota Kinabalu ist eine moderne, trotz der gut 200 000 Einwohner eher ruhige Stadt am Südchinesischen Meer. Dank der gelassenen, warmherzigen Freundlichkeit der Menschen, die fast ausnahmslos hervorragend Englisch sprechen, fühlten wir uns sofort wohl.

Traveller-Glück: Am ersten Wochende erlebten wir mit dem Erntedankfest ein farbenfrohes Spektakel. Obwohl eher zufälliger Besucher, wurde ich mit meiner kleinen Kompaktkamera (Panasonic Lumix TZ 18) von Ordnern und Sicherheitskräften unterstützt wie die anwesenden Profi-Fotografen und TV-Kameraleute. So stand ich plötzlich dicht an dicht stand mit den Akteuren. Das war ich nicht gewohnt, auf einer Veranstaltung mit Vertrauen begrüßt zu werden statt mit Leibesvisitation.

Am zweiten Wochenende wohnten wir im Gaya Centre Hotel. Trotz der zentralen Lage gefiel es uns dort nicht so gut wie im Jesselton, das kleiner, intimer, persönlicher ist. Unser Glück aber setzte sich fort, denn auch die fünfte Auflage des noch jungen KK-Jazzfestivals am Hafen fiel in unseren Aufenthalt.

Die musikalische Bandbreite reichte von Bluesrock bis Fusion Jazz, dargeboten von hervorragenden Musikern aus Malaysia, Australien, den USA und etlichen anderen Nationen. Auch Deutschland war vertreten durch das Benjamin Lackner Trio, das am zweiten Tag des Festivals auftrat – da waren wir bereits auf dem Rückflug nach Bangkok.

Erntedankfest hier, Jazzfestival dort – die beiden Pole symbolisieren das immer wieder spürbare Bemühen der Menschen in Sabah, mit beiden Beinen in der Moderne zu stehen und zugleich mit viel Liebe und Engagement die Tradition zu pflegen.

Zwischen den beiden Wochenenden aber waren wir dort, wo man in Borneo sein sollte: in der Natur.

Fotos: B. Linnhoff, Uwe Wojatzek

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