Junges Haus im alten Bangkok

Wer im modernen „White Ivory Bed and Breakfast“ nächtigt, zu Preisen um 1.500 Baht (knapp 40 Euro), marschiert am Morgen direkt ins alte, ins ursprüngliche Bangkok. Ein reizvoller Kontrast. Und die BTS-Station Krung Thonburi liegt, als Nabelschnur zum Stadtzentrum, ganze fünf Gehminuten vom Hotel entfernt.

Besatzung und Gäste sind fast so jung wie das Hotel. Und deutlich jünger als die Umgebung. Ausnahmen wie ich machen zwar den Schnitt kaputt, bestätigen aber die Regel.

Der Ortsteil Thonburi auf der westlichen Seite des Chao Praya ist für viele Bangkok-Besucher noch immer unbekanntes Land, maximal ein Geheimtipp. Für andere hingegen ist dieses Viertel längst ein lohnendes Ziel. Mit der Anbindung an das BTS/Skytrain-Netz wuchs – wie an anderen Stellen der Hauptstadt auch – das Interesse an Immobilien. Gute Restaurants, Pubs, Galerien etc. folgten auf dem Fuße. Die Preise werden steigen, das nennt man Gentrifizierung.

Restaurant in Thonburi (Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Newcomer wie das White Ivory Bed and Breakfast definieren in frisch-fröhlicher Manier die Zukunft der Hotelbranche, weil sie schon jetzt die Zielgruppe der Millennials bedienen. Das Motto: Funktionalität schlägt Schnörkel um Längen. Eine gute Internetverbindung; ein Raum mit Laptops zum Arbeiten, Surfen, Daddeln; viel Licht; ein Basisangebot an Speisen und Getränken; freundliches Personal mit ansteckend guter Laune und Mobilität dank passender Verkehrsanbindung – mit diesen Qualitäten punktet das White Ivory und verdient Geld.

Foto: Homepage White Ivory

Ein paar Kleinigkeiten dürfen sich für mich in dieser sympathischen Herberge gerne noch ändern. Es wäre schön, auch am späten Nachmittag noch einen Kaffee zu bekommen – die junge Crew schaltet früh ab. Der Safe im Zimmer könnte größer sein, so dass auch ein iPad oder Laptop hineinpasst.

Ansonsten aber: Ich komme gerne wieder. Denn ich mag das White Ivory, und Thonburi, ich sagte es schon, entwickelt sich.

Und so findest du das Hotel: Map