Die Zweifler fragten sich schon immer: Welches Geheimnis hüten die Mönche im so genannten Tigertempel in Kanchanaburi? Sie führen die Raubtiere an der Leine wie Haushunde, Touristen posieren stolz „Arm in Pfote“ mit ausgewachsenen Großkatzen. Werden die Tiger sediert? Werden sie, wie schon ernsthaft diskutiert, vegetarisch ernährt?

Nun bekam ausgerechnet der Abt des umstrittenen Tempels zu spüren, dass es immer noch Unterschiede gibt zwischen Tigern und Kuscheltieren.

„Der Tiger hat den Abt nicht mit Absicht attackiert“, stellte der Tierarzt fest. Doch vermutlich ist es dem Abt wie auch den Besuchern des Tiger-Tempels in Kanchanaburi ziemlich egal, ob die dort lebenden Raubtiere Menschen aus Versehen anfällt oder vorsätzlich. Die zuständige thailändische Behörde jedenfalls hat die Konsequenzen gezogen: Es wird im Tiger-Tempel keine Shows mehr geben oder Fütterungen durch Touristen. Mehr dazu steht im „Farang“.

Foto: epa/Diego Azubel