6. Der Osten

Wer Erholung nur in der Ruhe findet, entscheidet sich für den Osten der Insel. Dort gibt es zwar nur wenige Hotels, darunter aber ein Kleinod namens Amber Sands Beach Resort.

Amber Sands Beach Resort Koh Chang

Amber Sands Beach Resort

In den Mangrovenwäldern beim Dorf Salak Khok im Südosten kann man Gondeln und Gondoliere à la Thai buchen für eine Stunde Entschleunigung. Das Geld kommt Projekten der lokalen Dorfgemeinschaften zugute. Kontakt: Chang Spirit Club, Ban Salak Khok, Tel: 087 748 9497. Mehr über die Mangroventour (und andere Trips) auf der Website von Gudrun Brandenburg.

Der Tempel Salak Phet wurde während der Ära des Königs Chulalongkorn (Rama V. 1868 – 1910) gebaut und ist dem Mann gewidmet, der dem Regenten bei seinen Besuchen als Führer durchs Dorf diente. Weder der eifrige Guide noch die Dorfbewohner ahnten allerdings, dass der König von Thailand live und in Farbe zu Gast war.

7. Bang Bao – das gestelzte Ende der Welt

Bang Bao ist ein einzigartiges Fischerdorf an der Südspitze Koh Changs, auf Stelzen gebaut ins türkisfarbene Meer. Souvenirshops und Restaurants mit einem exzellenten Angebot von Meeresfrüchten säumen den Bang Bao Pier, einen langen, schmalen Fußweg zum Meer. „Fühlt sich an wie das Ende der Welt“, meinte ein Besucher neben mir. Doch es ist nur das Ende von Bang Bao.

Dort, am Ende, am Wasser, steht The Buddha View. Lounge Bar, Guesthouse, Restaurant (einheimische und europäische Küche). Die Fortsetzung thailändischer Fischer-Folklore mit zeitgenössischem Design und modernen Möbeln. Komfortabel. Spannend. Einladend. Unter den Tischen am äußeren Rand des Restaurants wurde der Fußboden ausgespart, die Beine baumeln direkt über dem Wasser.

Buddha View Bar (Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Vom Namen „Buddha View“ erhofft man sich einen Blick auf Buddha, was sonst? Und so schauten wir beim Warten auf den fangfrischen Red Snapper vom Restaurant suchend übers Wasser. Bis an bewaldete Ufer und schmale Strände reichte der Panoramablick. Doch kein Erleuchteter weit und breit. Ob die Buddha-Statue mitten im Lokal gemeint ist? Auf die hat jeder Gast in der Tat eine erstklassige Sicht.

8. Aktivitäten

Freunde der Sonne, würde Stefan Effenberg sagen, Koh Chang hat mehr zu bieten als den himmlischen Toaster und eine Schippe Sand. Nämlich: Dschungeltrekking zu den Wasserfällen, Motorradtrips, Schwimmen mit Delfinen; sogar Touren ins recht nahe Kambodscha werden angeboten, selbst Siem Reap und die Tempel von Angkor Wat liegen in Reichweite für den, der die Inselidylle für zwei Tage verlassen kann.

Koh Chang Aktivitäten

Koh (Insel) Chang (Elefant)

Die Elefanteninsel – weil die hohen Hügel im Inselinneren der Silhouette eines Elefanten ähneln. Sollen. Noch habe ich niemanden getroffen, der, aus welcher Perspektive auch immer, anhand der Silhouette dieses große Tier mit Rüssel identifiziert hat.

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Versteht sich dennoch, dass hier das Reiten auf Elefanten zu den selbstverständlichen touristischen Attraktionen zählt. Eine Attraktion, die von Reiseunternehmen und Reisenden inzwischen heftig diskutiert wird (in meinem Blog im Interview mit Elefantentrainer Bodo Jens Förster). Das Unternehmen Ban Kwan Chang auf Koh Chang wird von der Asian Elephant Foundation unterstützt, weswegen wir es hier speziell erwähnen.

9. Tauchen, Schnorcheln und Inselhopping

Koh Kood

Koh Kood

Koh Chang ist die größte…

…von 52 Inseln im gleichnamigen Marine Nationalpark. Im Süden liegen die besten Tauch- und Schnorchelreviere; in deren Nachbarschaft laden die Eilande Koh Kood (Koh Kut), Koh Mak, Koh Wai, Koh Rayang zum ein- oder mehrtägigen Inselhopping – schönere, friedlichere und ruhigere Plätze im maritimen Thailand sind schwer zu finden (oder noch schwerer zu erreichen).

Dazu auch ein Link unserer Freunde Tobi und Marcel: Die Vier-Insel-Tour.

Koh Mak

Postkartenidylle Koh Mak (Foto: Thaizeit)

10. Der grüne Traum

Seit Kurzem gibt es Signale, dass Koh Chang der rastlosen Jagd nach Touristendevisen das Bemühen um Nachhaltigkeit entgegensetzt – der ökologische Fußabdruck soll schmaler werden.

Koh Chang

Natur pur

So jedenfalls sieht es ein Projekt („The green dream“) vor, das von den Organisationen Dasta (Designated Areas for Sustainable Tourism Administration) und Ismed (Institute for Small and Medium Enterprises Development – Institut für die Entwicklung kleinerer und mittlerer Unternehmen) voran getrieben wird. Nach vierjähriger Aktivität auf der Nachbarinsel Koh Mak konzentrieren sich die Bemühungen nun auf Koh Chang.

Noch gibt es in Thailand wichtigere Themen als Umweltschutz. Viele Thais haben dringendere Sorgen. Doch jede Initiative schürt die Hoffnung, dass die zahllosen natürlichen Schätze des Königreichs auf lange Sicht bewahrt werden können.

Fotos: B. Linnhoff, John Fengler, Olaf Kujawa, Gudrun Brandenburg, The Chill Resort

Weitere Linktipps zu Koh Chang

Koh Chang – the Magazine erscheint in englischer Sprache und wird in der Printversion kostenlos angeboten. Das auch optisch ansprechende Magazin ist aktueller als jeder Reiseführer und eine wertvolle Hilfe für alle, die die Insel über Strand und Hotel hinaus erleben wollen.

Michael Belz lebt in Frankfurt, ist seit 2012 mit einer Thailänderin verheiratet und hat seine Zuneigung zum Land in eine sehr informative Website gekleidet: „Thiau Thai“. Sie enthält besonders für Individualreisende wertvolle Tipps.

Und nun zum Wetter: Darüber informiert aktuell und in englischer Sprache die norwegische Seite „YR“, was immer sich hinter diesem Kürzel verbergen mag.

Weitere Links zum Thema Koh Chang in meinem Blog:

Restaurant-Tipp Moo4: Am Anfang war der Hummer
Resort-Tipp: Amber Sands Beach Resort
Teil 1: Koh Chang x 10

Wir freuen uns über weitere zielführende Tipps!

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