Eine Insel für alle: Singles, Paare, Familien

Bangkok hat alles. Nur keinen Strand. Keinen Strand? Wie man`s nimmt. Wenn die Partykrieger Pause machen, liegen sie im weißen Sand von Koh Samet. Gut drei Autostunden oder 190 km trennen die Hauptstadt und ihre Hausinsel im Golf von Thailand; Speedboot oder Fähre warten auf die Überfahrt im Hafen des kleinen Ortes Ban Phe.

The beach of Koh Samet (Photo Faszination Fernost)

Das Markenzeichen von Koh Samet (Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Für die Erschöpften ist Koh Samet ein Platz mit dem Versprechen totaler Entspannung. Die schon mit dem ersten Selfie beginnt. Zunächst muss man den Daheimgebliebenen schließlich zeigen, wie gut es einem geht.

7 km lang und maximal 4 km breit: Ohne wirklich groß zu sein, ist Koh Samet die größte Insel im Khao Laem Ya Samet Marine National Park. Beliebt selbst in der grünen Saison, wie die Regenzeit heute heißt. Doch auf Samet ist die Niederschlagsmenge geringer als anderswo.

Panorama Koh Samet (Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff)

An langen Wochenenden oder Feiertagen zieht es besonders viele Besucher auf die Insel. Wer kann, reist vorher an und später ab, um die Autoschlangen aus Bangkok zu vermeiden.

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Lange vorbei sind die urigen Tage von Hängematte und Zelten; die kurvenreiche, löchrige, staubige Buckelpiste vom einzigen Inseldorf Ban Na Dan an die Oststrände wurde inzwischen asphaltiert. Unter dem Asphalt ruht seither auch der rustikale Charme der Anfahrt. Dafür jubeln die Bandscheiben derer, die diesen Weg zuvor per Motorroller oder auf der Ladefläche eines Pickups genießen mussten.

Wer allerdings mit dem Motorroller die Insel erkundet, braucht für den einen oder anderen Streckenabschnitt jenseits der Strände nach wie vor die volle Konzentration.

Auch so kann ein Wochenende aussehen Samet: Essen, Alkohol, Party, Ausschlafen, Strand, Schwimmen, Fuß- und Thaimassagen, Essen. Die Dosierung der Zutaten bestimmt jeder selbst. In Ban Na Dan findet der Gast fußläufig Geldautomaten, Märkte und Minimärkte, Massageshops, kleine Boutiqen, Cafés und Restaurants. Auch der Wat Koh Samet mit seinem sitzenden Buddha lohnt einen Besuch.

Mystische Figuren auf einer magischen Insel

Samet hieß einst „Ko Kaew Phitsadan“, „Magische Kristallinsel“. Dort spielt ein berühmtes thailändisches Gedicht mit Namen „Phra Aphai Mani“. Freundliche 30 000 Zelen lang und geschrieben um 1821 herum vom Dichter Sunthorn Phu.

Zum Personal der zauberhaften Geschichte zählen Flöte spielende Prinzen, Meerjungfrauen und der weibliche Riese „Pisuea Samut“. Dessen Statue im Hafen von Samet wirkt nur auf uns Unwissende einschüchternd; die gigantische Dame muss ein eher zartes Wesen sein – Pisuea Samut heißt auf Deutsch „Schmetterling des Meeres“. Der Name passt allerdings eher zur Meerjungfrau am Strand.

Viele Kinder, viele Chinesen

Paradies für Kinder (Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Koh Samet, auch Ko Samed geschrieben, vereinigt unangestrengt Gegensätze, die anderswo zu Reibungen führen würden. Einerseits Rückzugsort, andererseits Partylocation. Ideal für Familien, aber auch für Paare und Singles. Hier trifft sich ein gut gelaunter Mix aus Thais und Ausländern.

Dominant scheinen inzwischen die Chinesen, vor allem am Hauptstrand Haad Sai Kaew. Wegen des Booms dort wurden die Boutique- und Highend-Hotels in den letzten Jahren so dicht an dicht gebaut oder ausgebaut, dass manchem der Heimweg wie ein Labyrinth erscheint.

Chillen, Trinken und die Früchte des Meeres

Chillen in der Naga Bar – abends geht es hier ab! (Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Entlang der Strände im Osten wechseln sich größere, empfehlenswerte Meeresfrüchte-Restaurants ab mit kleinen Bars zum Chillen oder Trinken: Finale Bar, Friendly Bar, Sunrise Bar, Rock Bar.

Light my fire

Feuer frei (Foto: Angelika Bruchhagen)

Wenn die Lichter angehen, zieht es die Nachtschwärmer bevorzugt an zwei Orte: Ploy Bar & Restaurant am Strand Sai Kaew und Silver Sand Resort am Strand Ao Pai.

Ploy Bar, Koh Samet (Foto: Angelika Bruchhagen)

Am „Silver Sand“ steht seit ein paar Jahren eine steinerne Bar, die in dieser Umgebung optisch wirkt wie ein Hammer auf den Kopf. Doch sie zieht die Party Animals magnetisch an.

Vom Silver Sand zur Samed Villa: Ich ziehe um

Zum Ao-Pai-Strand zieht es auch mich, seit ich 2008 in Bangkok anlandete und wenig später erstmals nach Samet übersetzte. Dort war das „Silver Sand“ mein selbstverständliches Quartier, dort wohnte ich auch bei meinem jüngsten Trip mit meiner Frau Toey. Doch Umgangston und Verhalten des Restaurant-Personals haben sich mit wachsendem Erfolg in einer Weise geändert, die für Thailand völlig untypisch ist. Daher werde ich bei meinen Stippvisiten künftig in der Nachbarschaft wohnen: im Samed Villa Resort (www.samedvilla.com).

Samed Villa Resort (Foto: Homepage)

Die besten Tipps zu Anreise, Hotels, Stränden

Engagiert und kenntnisreich berichten Tobi und Marcel in ihrem Blog „Home is where your Bag is“ über ihre Reisen in Asien, Schwerpunkt Südostasien. Ihr „Quick Guide zur Insel Koh Samet“ ist voller Details und Anregungen zu den Themen Anreise, Hotels, Strände und mehr. Wer immer einen Ausflug nach Samet plant, findet bei Tobi und Marcel alle nötigen Informationen.

Abschließender Tipp von mir: Besonders stimmungsvoll wird auf Samet das Loi-Krathong-Fest gefeiert (2018 rund um den 21. November).

Loy Krathong Festival, Koh Samet, Thailand (Photo Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Loi Krathong auf Koh Samet (Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Bis bald, Koh Samet!

Foto: Angelika Bruchhagen

Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff

Foto: Uwe Wojatzek

Video: Bernd Linnhoff; Musik: „Roadrunner“, Chaka Demus & Pliers

Fotos: B. Linnhoff, Angelika Bruchhagen (3), Uwe Wojatzek (1), Samed Villa (1), the TripPacker (1)

Ein weiterer Post in diesem Blog zum Thema Koh Samet:

Pattaya, Koh Samet, Bangkok: Trip mit Freunden