Die Cataleya – Liebe auf den ersten Blick

Die letzte Etappe meines sechswöchigen Geburtstagsmarathons stand an. Meine Freunde und ich trafen uns in der wunderschönen Andamanensee bei Phuket. Für viele der schönste Fleck Thailands; für mich nach fast fünf Jahren im Königreich immer noch ein weitgehend weißer Fleck.

Wer erstmals auf Thailands größter Insel ein Boot chartern möchte, steht vor einer Vielzahl von Anbietern, Booten, Preisen, Zeitfenstern. Janis Vougioukas schlug uns eine Bresche in den Anbieter-Dschungel. Der Asien-Korrespondent des „stern“ ist mit maritimen Partnern inzwischen selbst im Charterbusiness tätig: Burma Boating kreuzt in den Andamanen vor den noch jungfräulichen Küsten Myanmars. (Update: 2013 ahnte ich noch nicht, dass ich im Mai 2017 mitkreuzen sollte im Mergui-Archipel)

Wolfgang Riessbacher/Faraway Yachting (Foto: Faszination Fernost)

Janis empfahl uns Faraway Yachting, geführt vom Österreicher Wolfgang Riessbacher. Ein Glücksgriff. Wolfgang und seine holländische Lebensgefährtin Margriet unterstützten uns herzlich, engagiert, korrekt und kundig – wir fühlten uns gut aufgehoben, und dieser Eindruck sollte sich bis zum Ende des Trips nicht mehr ändern.

 

Im Internet stieß ich auf den Katamaran „Cataleya“ – es war Liebe auf den ersten Blick. Und diesen Andamanen-Törn wollten wir mit der Cataleya (bezeichnet eigentlich eine Orchideengattung) absolvieren.

Es ist ratsam, einen solchen Trip früh zu buchen. Von der Idee bis zum Start vergingen vier Monate; aus Termingründen ging bereits in der Planungsphase der eine oder andere Freund über Bord. Übrig blieb eine recht heterogene Gruppe von neun Erwachsenen und einem Baby.

Die Freundschafts- und Bekanntheitsgrade in unserer Gruppe variierten stark. Ein Aspekt, der an Bord schon mal zählen kann. Denn Platz ist teuer; Funktionalität schlägt Raum. Crew und Passagiere können sich nicht aus dem Weg gehen. Harmonie in der Enge ist Basis eines entspannten Törns. Wir hatten dann auf See vieles an Bord, ein Querschläger war nicht dabei.

Statt der Querschläger hatten wir einige Flaschen geladen. Auf der uns vorgelegten Wunschliste musste jeder Essenspräferenzen oder auch Allergien angeben und dazu seinen voraussichtlichen Bedarf an Softdrinks und Alkoholika. Weil alles im Vorfeld der Reise eingekauft und an Bord verstaut wurde.

Offensichtlich saß die Befürchtung tief, in den vier Tagen und drei Nächten aufs Trockendock zu geraten. So waren die Augen größer als der Durst; zum Abschied ließen wir ein paar Gallonen Wein, Bier, Whiskey auf dem Schiff.

Fotos: B. Linnhoff, Klaus Hoeltzenbein, Tobias Holtkamp

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Am 26. November 2013 starteten wir am Rawai Beach, an der Südspitze Phukets. Wenige Tage zuvor hatte es noch wüst gestürmt an Phukets Küsten; Boote zerschellten am Strand. Faraway Yachting blieb verschont, Neptun sei Dank.

Wir empfehlen allen, die sich für einen solchen Törn interessieren, aus Überzeugung Wolfgang Riessbacher und Margriet als Charter-Partner und Organisatoren:

Faraway Yachting Co. Ltd,
20/28 Moo 4, Soi Suksan 2,
T. Rawai, Phuket 83130, Thailand

Tel/Fax: +66 (0) 762 896 56;
Mob: +66 (0) 899 096 959 (Margriet)
Mob: +66 (0) 818 951 826 (Wolfgang)

Email: info@far-away.net
www.far-away.net
Skype: Sailing Thailand

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