Der Graf wurde in Paris geboren und starb auch dort. Klingt nach wenig Bewegung. Doch zwischendurch war Louis Antoine de Bougainville fast nur unterwegs. Er umsegelte als erster Franzose die Welt und hinterließ selbst da Spuren, wo er nie war. Das ist Ruhm. Nach Kambodscha schaffte es der umtriebige Adlige nie. Und doch wurde in Phnom Penh ein Hotel nach ihm benannt. Es ist weltweit eines von vielen mit diesem Namen.

Nur zur Abrundung: Auch eine Pflanze der Gattung Wunderblumengewächse wurde nach dem Forscher benannt; ferner ein Tiefseegraben, ein Korallenriff und und.

Khmer-Kunst im Hotel Bougainvillier Phnom Penh/Kambodscha (Foto: Faszination Fernost/Bernd Linnhoff)

Khmer Art Hotel Bougainvillier Phnom Penh Cambodia (Foto Faszination Fernost/Bernd Linnhoff)

Das Hotel Bougainvillier in Kambodschas Hauptstadt will Erinnerungen wecken an die Zeit, als das einstige Kampuchea französische Kolonie war.

Die Zimmer sind geräumig, die Urteile auf den Buchungsportalen schwanken zwischen „Ausgezeichnet“ und „Sehr gut“, mit den üblichen paar Ausreißern nach unten. Ich habe beim Vergleich meiner eigenen Hotel-Einschätzungen mit denen der Schwarmintelligenz festgestellt, dass die Bewertung des Preis-/Leistungsverhältnisses meist sehr subjektiven Kriterien unterliegt. Vor allem dann, wenn die Basisbedingungen wie Sauberkeit oder Freundlichkeit des Personals erfüllt sind.

 

Khmer Art Hotel Bougainvillier Phnom Penh Cambodia Photo Faszination Fernost/Bernd Linnhoff

Khmer-Kunst im Art Hotel Bougainvillier Phnom Penh (Foto: Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Reataurant im Hotel Bougainvillier in Phnom Penh (Foto Faszination Fernost/Bernd Linnhoff)

Hotel Bougainvillier Restaurant Phnom Penh Cambodia (Photo Faszination Fernost/Bernd Linnhoff)

Mit dem Claim „Das bequemste Hotel Phnom Penhs“ wirbt das Haus um Gäste – ob der Anspruch erfüllt wird, kann ich nicht beurteilen. Schließlich habe ich mich in der Kapitale nicht durch alle Hotelbetten geschlafen. Noch nicht. Man muss ja Ziele haben.

Ein gut sortiertes Frühstück gibt es im Bougainvillier-Restaurant, in französischem Ambiente plus Kunst der Khmer. Tageszeitung (Phnom Penh Post) inklusive, was die analoge Seite meines Wesens freut. Vom Balkon meines Zimmers blicke ich auf den Mekong und das geschäftige Treiben des Sisowath Quays. Königspalast, Nationalmuseum und Nachtmarkt liegen in Gehweite; gleiches gilt für mein Lieblingslokal „Riverside Bistro“, ebenfalls am Sisowath Quay beheimatet.

Das Personal des Hotels ist außerordentlich freundlich und hilfsbereit. Ein Grund mehr dafür, dass ich mittlerweile nicht nur einmal im Hotel Bougainvillier gewohnt habe.