Ein großer buddhistischer Lehrer – in einer Reihe mit dem Dalai Lama

92 ist er nun, noch immer laboriert er an den Folgen eines schweren Schlaganfalls. Doch in seinen letzten Tage darf Thich Nhat Hanh wieder dort leben, wo er 1942 mit 16 Jahren zum Mönch ordiniert wurde: Im , in seiner Heimat Vietnam. Fünfzig Jahre verbrachte er im (vor allem französischen) Exil – Südvietnam hatte ihn wegen seiner Friedensaktivitäten während des Vietnamkrieges zur unerwünschten Person erklärt.

Im Frühjahr 2019 war „Thay“ (auf Vietnamesisch Meister, Priester), wie er oft gerufen wurde, Gegenstand einer Ausstellung im Bangkok Art and Culture Center (BACC). An den Wänden hingen die einfachen Lebensweisheiten des Mönches – Ergebnisse seiner oft praktizierten „kalligraphischen Mediation“.

In der Reihe der großen buddhistischen Lehre muss Zen-Meister Thich Nhat Hanh in einem Atemzug mit dem Dalai Lama genannt werden. Auch in Deutschland hat der vietnamesische Mönch eine große Anhängerschaft, seine Bücher verkauften sich millionenfach. 2007 initiierte Thích Nhat Hanh in Waldbröl die Gründung des Europäischen Institutes für Angewandten Buddhismus (EIAB).

Fotos: Faszination Fernost/B. Linnhoff