Abschalten auf der Elefanteninsel

Man gewöhnt sich an das gegen Null tendierende Tempo auf Koh Kood. Dem Abschalten bin ich zumindest ein paar Meter näher gekommen. Doch nach fünf Tagen muss  der Wechsel sein: Mit dem Speedboat über die Zwischenstation Koh Mak nach Koh Chang. Von der Elefanteninsel verspreche ich mir ein wenig mehr (Nacht-)Leben,  ein weicheres Bett und eine funktionierende Internetverbindung. Unter dem Strich ein bescheidener Anspruch.

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Abschied von Koh Kood

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Am Lonely Beach, der so einsam nicht ist, ziehe ich für drei Tage ins Bhumiyama Beach Resort, das ich von einem früheren  Aufenthalt her kenne. „Bhumi“ bedeutet Land oder Platz, „Yama“ bezeichnet das Reich, in dem jene Buddhisten in himmlischer Ruhe leben, die sich auf Erden durch noble Taten ausgezeichnet haben. Da ist natürlich auch in der Hochsaison ein Plätzchen für mich frei.

An der Rezeption erwartet mich wie schon beim letzten Mal Pim, liebenswürdig und professionell wie stets. „Aber natürlich“, antwortet sie auf meine  vorsichtige Frage, ob ich denn WiFi auf dem Zimmer habe. Dort werfe ich eine Stunde später den Rechner an. Keine Internetverbindung. Anruf bei Pim. „Sorry, Khun Ben“, sagt sie, „Probleme mit dem Server. Aber ich habe schon einen Techniker bestellt.“ „Der kommt wann?“, frage ich. Pim lacht: „Du kennst doch Thailand.“

Da habe ich abgeschaltet. Aber komplett.

Den Techniker habe ich übrigens noch getroffen. Drei Tage später. An der Rezeption. Er kam gerade rein, ich checkte aus.

Jahreswechsel auf Koh Kood (1) – Abschalten im Paradies
Koh Kood (2) – Thailands letzter Inselschatz?
Koh Kood (3) – Brangelina und Becks