Autor: Bernd Linnhoff

Himmel über Bagan

Endstation Sehnsucht Wie oft schon haben uns diese Fotos den Kopf verdreht gen Osten, nach Myanmar – die Schatten der Ballons auf den Tempeln von Bagan, im Licht der aufgehenden Sonne. „Da muss ich hin“, murmelte mein Bruder Walter dann. Nun sind wir da. 350 US-Dollar pro Person kostet das Abenteuer „Balloons over Bagan“ nun – ein ansehnlicher Betrag für eine Stunde heißer Luft. 16 Menschen passen in den Korb – plus Fahrer. Die Saison ist kurz: Nur von Ende Oktober bis Anfang April lässt Burmas Wetter Ballonfahrten zu. Einen gelungenen Sonnenaufgang aber kann niemand garantieren. Um fünf Uhr...

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Chiang Mai: Wat Jet Yod – Kobras und Geschichte

Großes Vorbild und 24 Jahre Bauzeit 24 Jahre dauerte der Bau des Tempels Wat Jet Yod (Sieben Spitzen) in Chiang Mai, von 1453 bis 1477. Schließlich galt es, das Welt-Buddhisten-Konzil auszurichten; so etwas gab es schon damals. König Tilokkarat schickte seine Architekten eigens nach Indien, um das Design des Mahabodhi-Tempels in Bodhgaya zu studieren. In Bodhgaya fand Buddha den Weg ins Nirwana, dort wurde er erleuchtet.  Jet Yod zählt somit zu den größeren und besonders geschichtsträchtigen Tempeln Chiang Mais. Dennoch finden sich hier nur wenige Besucher ein. Denn das ungewöhnliche Bauwerk liegt etwas abseits im Nordwesten der Stadt; am...

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Bangkok: Cocktail im Adlernest

Kaum zu glauben, was man im Sitzen so alles mitbekommen kann, mit einem Cocktail in der Hand. Wir haben das Eagle Nest erklommen, die Dachterrassenbar des Hotels Sala Arun. Und wir nippen an einem Arun Sunset (Wodka, Orangensaft, Apfelsaft, Sirup) mit Blick auf den Wat Arun Ratchawararam Ratchaworamaha Wihan, kurz: Wat Arun. Ein bisschen viel Arun auf einmal, nicht wahr? Arun bedeutet Morgenröte, folglich ist Bangkoks Wahrzeichen Wat Arun der Tempel der Morgenröte. Weil er im Schein der aufgehenden Sonne den meisten Eindruck schindet. Abends erscheint er in einem völlig anderen Licht. Aber auch dieser Anblick zieht viele Besucher...

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Luang Prabang: Einer der schönsten Märkte Südostasiens

Es ist einer der eher stillen und zugleich schönsten Märkte Südostasiens. Von unserem Quartier „Saynamkhan River View“ gingen wir etwa sieben Minuten zu Fuß bis zum Nachtmarkt von Luang Prabang. Handeln gehört hier dazu, so heißt es in Reiseführern. Werden Asiens Märkte durch Feilschen erst so richtig schön authentisch? Sind die Preise für das originelle, manchmal hochwertige Kunsthandwerk nicht angemessen genug? Sie war mit Liebe gefertigt, die Lampe mit buddhistischen Motiven auf Reispapier. Gerade hatte eine erregte Dame in ihren Fünfzigern den Preis auf anderthalb US-Dollar heruntergenörgelt. Zu größeren Zugeständnissen aber schien die Verkäuferin vom Volk der Hmong nicht...

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Bangkok: Probeliegen im Café des Todes

„Sterben kann gar nicht so schwer sein, bisher hat es noch jeder geschafft.“ Norman Mailer Nun weiß auch ich, wie das ist, wenn einer den Deckel zumacht. In meinem Fall erledigte das Khun Piya, ein junger Mann von heiligem Ernst. Jeder Zoll der geborene Bestatter. Piya kümmert sich um die Gäste im Kid Mai Death Awareness Café zu Bangkok. Diesen Laden im Ari-Viertel der Hauptstadt hielt ich zunächst für einen originellen, wenn auch makabren Spaß. Doch diese Einschätzung wird dem Café des Todes nicht gerecht. Piyas Mission ist es, das Bewusstsein der Besucher für den Tod zu schärfen, damit...

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Der Autor

Nach dem Abschied von meinem Beruf als Sportjournalist und Kommunikationsberater zog ich 2008 von Deutschland nach Thailand. Vier Jahre wohnte ich im elektrisierenden Bangkok, nun lebe ich in Chiang Mai. Thailand ist das ideale Drehkreuz für Reisen in Südostasien, und so bin ich häufig unterwegs, vor allem in Myanmar, Laos, Vietnam, Kambodscha oder Malaysia – wenn ich nicht gerade das Leben in meiner zweiten Heimat genieße.

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