Ein bisschen Luxus: Die Fünf-Sterne-Farm

Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff

98 geräumige Pavilions und Luxusvillen, einige bis zu 855 Quadratmeter groß, stehen inmitten eines Waldes und grün schillernder Reisfelder. Die Botschaft ist klar: Hier wirst du umsorgt, hier wird dir jeder Wunsch von den Lippen abgelesen, es ist alles da, mehr brauchst du nicht. Der schnöde Alltag kann sehen, wo er bleibt  – hier jedenfalls nicht.

Im Four Seasons Resort hast du eine Verabredung mit Mutter Natur. Bei Sonnenuntergang, so schwärmte ein Journalist nach seinem Besuch, entern Zikaden und Frösche die Freilichtbühne und zirpen und brummen abendliche Balladen. Schmetterlinge und Eichhörnchen komplettieren das idyllische Bild, selbst der Rotohrbülbül wird häufig gesichtet – ein Vogel, der mir persönlich bisher noch nicht über den Weg geflogen ist. Oder ich habe ihn nicht erkannt.

Foto: Bangkok Post

Unter den zahlreichen Luxushotels in und um Chiang Mai herum belegt das Four Seaons Resort im Vorort Mae Rim seit Langem einen Spitzenplatz. Für das Gesamtensemble von Unterkünften und Landschaft zeichnet Bill Bensley verantwortlich. Einer der wildesten, verücktesten und berühmtesten Architekten ikonischer Hotels in aller Welt. In der Rangliste seiner gelungensten Schöpfungen liegt das Four Seasons auf Platz zwei. Bensley schafft es immer wieder, Luxus so zu präsentieren, dass er weder aufdringlich wirkt noch dekadent. 

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Gut gekocht oder fein gegrillt: Drei Restaurants

Restaurant „Char“ (Foto: Homepage Four Seasons)

Das Four Seasons setzt generell auf Nachhaltigkeit. Es ist schon lange frei von nicht abbaubarem Plastik, unterstützt lokale Handwerker und kauft für die Restaurants bevorzugt bei Bauern ein, die ihre Produkte nach nachhaltigen Methoden anbauen.

Im Char-Restaurant schauen vor allem die Männer bei der Zubereitung genau hin – geht es doch um ihre angestammte Domäne aus der Ära, da Männer noch Cowboys waren: das Grillen. Das Fleisch ist so frisch wie die Zutaten, Vegetarier oder Veganer ziehen andere Örtlichkeiten naturgemäß vor.

Restaurant „Khao“ (Foto: Homepage Four Seasons)

Zum Beispiel das Khao-Restaurant. Khao bedeutet auf Thai „Reis“, hier starten die Gourmets eine kulinarische Expedition durch die traditionelle nordthailändische Küche, mit dem einen oder anderen geschmacklichen Umweg über Myanmnar oder Yunnan.

Restaurant „Rim Tai Kitchen“ (Foto: Homepage Four Seasons)

In einem Teakhaus im Lanna-Stil, umgeben von Banyan-Bäumen, zelebrieren die Köche des Rim Tai Kitchen auf hohem Niveau „Streetfood“ – Gerichte, die auch zum Standard-Angebot der Garküchen Chiang Mais gehören.

Lernende (Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Sehr gerne nehmen die Gäste das Angebot an, die eigenen Kochkünste zu verfeinern.

Lehrer (Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff)

 

Das Spa – was guttut, ist wohlgetan

In diesem Spa sollen, so heißt es, die Geheimnisse einstiger Prinzessinenn des Lanna-Reiches einfließen in unterschiedlichste Behandlungen – ich kann das nicht beurteilen, ich habe es nur bis ins Vorzimmer des Wellness-Tempels geschafft.

Fotos Faszination Fernost/B. Linnhoff

Last but not least: Die Pavillions

Foto: Homepage Four Seasons

Geht es noch schöner? Upper Garden Pavillion (oben) und Garden Pavillion (Galerie unten). Schönheit gibt es selten umsonst, meist hat sie ihren Preis: Je nach Saison und Unterkunftstyp zahlt der Gast im Four Seasons etwa zwischen 18000 und 28000 Baht – pro Nacht (530 bis 830 Euro).

Es lohnt sich, auf eventuelle Promotion-Angebote zu achten. Auf der Homepage werden Sonderpreise vor allem für etwas längere Aufenthalte angeboten. In manchen Fällen kann man drei Nächte zum Preis von zweien buchen und das sogar zweimal hintereinander. Das macht, einen Moment bitte, genau: Sechs Nächte zum Preis von vieren.

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Die Gäste der Geisterhäuschen

Die täglichen Opfergaben für die Landgeister finden stets hungrige Abnehmer (Fotos Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Ausflüge

Es gibt keinen zwingenden Grund, die Anlage zu verlassen, aber durchaus lohnenswerte Ausflugziele in der Nähe. Chiang Mai zum Beispiel, auch wenn ein Tagestrip nur einen flüchtigen Eindruck vermittelt von der einstigen Lanna-Hauptstadt.

Loi-Krathong-Fest in Chiang Mai (Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Das Resort stellt einen Shuttleservice zur Verfügung. Je nach Verkehrslage ist die Stadt 30 bis 45 Minuten entfernt; die Entfernung ändert sich nicht: 30 Kilometer.

Nur wenige Kilometer vom Resort entfernt liegt der Queen Sirikit Botanical Garden

Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff

Ebenfalls ganz in der Nähe kann man Königskobras (Foto oben) und die Elefanten im Mae Sa Elephant Camp besuchen – hier entscheidet jeder Gast für sich, ob so etwas für ihn in Frage kommt.

Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff
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